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Begriffserklärung

Lohnpfändung

Der Gläubiger kann den Lohnanspruch des Schuldners auch gegenüber seinem Arbeitgeber pfänden. Die Pfändung erfolgt über die Beantragung eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses. Die Lohnpfändung ist für den Schuldner und für den Arbeitgeber eine unangenehme Pfändungsart. Der Schuldner verliert häufig an Ansehen gegenüber seinem Arbeitgeber und der Arbeitgeber muss die Drittschuldnererklärung abgeben und außerdem dem pfändbaren Lohnkostenanteil des Schuldners anhand der Lohnkostentabelle errechnen. Die Lohnpfändung wird mit Zustellung an den Arbeitgeber wirksam. Ist Eile geboten, kann es sinnvoll sein, zunächst ein vorläufiges Zahlungsverbot auszubringen. Liegt eine Lohnpfändung vor, so ist diese weiterhin wirksam, wenn der Schuldner bis zu neun Monate nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit demselben Arbeitgeber erneut ein Arbeitsverhältnis eingeht. Wichtig kann dies werden, wenn der Schuldner ein Saisonarbeitsverhältnis hat oder durch die Unterbrechung versucht, sich seiner Gläubiger zu entledigen.

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